Fahranfänger

Aufbauseminar für Fahranfänger

Viele junge Fahranfänger sind ein großes Risiko für den Straßenverkehr und viele Führerscheinneulinge verunglücken häufiger als es ihrem Anteil an Kraftfahrern entspricht. Nach Erkenntnissen der Unfallforschung spielen dabei die noch unzureichende Gefahrenwahrnehmung, Schwierigkeiten mit der Fahrzeugbeherrschung und problematische Einstellungen und Fahrmotive eine wichtige Rolle. Die sorgfältige Beachtung der Verkehrsvorschriften kann den Fahranfängern helfen, gefährliche Situationen zu vermeiden, in die sie sonst durch die Fehleinschätzung ihrer eigenen Fähigkeiten geraten könnten. Neben den für alle Kraftfahrer geltenden Sanktionen sind deshalb bei schwerwiegenden Regelmissachtungen während der Probezeit besondere Maßnahmen vorgesehen. Dadurch soll ein zu sorgloser Umgang mit den in der Fahrausbildung kennen gelernten Regeln verhindert werden. Diejenigen, die dennoch auffällig werden, erhalten in einem Aufbauseminar Hilfen, um anschließend möglichst unfallfrei zu bleiben. Durch die gleichzeitige Verlängerung der Probezeit wird beobachtet, inwieweit ihnen dies tatsächlich gelingt.

Aufbauseminare für Fahranfänger während der Probezeit werden durch die zuständige Fahrerlaubnisbehörde angeordnet, Telefonieren während dem Autofahrendie vom Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg darüber informiert wird, wenn für einen Kraftfahrer mit Probezeit ein A-Delikt oder das zweite B-Delikt registriert wird. A-Delikte sind beispielsweise Straftaten nach dem Strafgesetzbuch (StGB) wie fahrlässige Körperverletzung, fahrlässige Tötung, Unfallflucht oder Trunkenheitsfahrt oder Straftaten nach dem Straßenverkehrsgesetz (StVG), wie das Fahren oder das Gestatten des Fahrens mit einem Kfz ohne Fahrerlaubnis trotz Fahrverbots. Zu den sogenannten B-Delikten gehört insbesondere das Telefonieren mit einem Mobiltelefon ohne Freisprecheinrichtung.

Die zuständige Fahrerlaubnisbehörde fordert dann den auffällig gewordenen Fahranfänger auf, an einem Aufbauseminar teilzunehmen und innerhalb einer bestimmten Frist, welche in der Regel 8 Wochen beträgt, eine Teilnahmebescheinigung darüber vorzulegen. Eine Fristverlängerung kann nur bei Vorliegen besonderer Gründe, z. B. Krankenhausaufenthalt, gewährt werden. Gegen die Aufforderung zur Teilnahme an einem Aufbauseminar kann Widerspruch eingelegt werden, jedoch hat dieser keine aufschiebende Wirkung, sodass die für das Vorlegen der Teilnahmebescheinigung gesetzte Frist in jedem Fall eingehalten werden muss. Durch die Teilnahme an einem Aufbauseminar für Fahranfänger soll ein sicheres und rücksichtsvolles Fahrverhalten erreicht werden. Es sollen im Verlauf des Seminars problematische Einstellungen zum Verhalten im Straßenverkehr verändert, das Risikobewusstsein gefördert und die Gefahrenerkennung verbessert werden.

 

Tipps für Fahranfänger
Grunge Stempel rot NACHSCHULUNGBeim erstmaligen Erwerb einer Fahrerlaubnis gilt eine „Probezeit“ von zwei Jahren, gerechnet vom Zeitpunkt der Erteilung an. Die Probezeit endet vorzeitig, wenn dem Inhaber der Fahrerlaubnis die Fahrerlaubnis entzogen wird oder der Inhaber auf die Fahrerlaubnis verzichtet. In diesem Fall beginnt dann aber mit der Erteilung einer neuen Fahrerlaubnis eine neue Probezeit. Die Probezeit läuft dann aber nur für den Umfang der Restdauer der vorherigen Probezeit. Die bis 31.12.2010 gesetzlich vorgesehene Möglichkeit einer Verkürzung der Probezeit um ein Jahr bei Inhabern einer Fahrerlaubnis der Klasse B durch Absolvieren einer freiwilligen Fortbildung wurde mittlerweile leider abgeschafft.

Wenn gegen den Inhaber einer Fahrerlaubnis erstmals eine Straftat oder Ordnungswidrigkeit rechtskräftig verhängt wird, die in das sogenannte Verkehrszentralregister (“Punktesünderkartei in Flensburg”) eingetragen wird, ist die Fahrerlaubnisbehörde an die gesetzlichen Vorgaben gebunden und hat gegenüber dem Fahrerlaubnisinhaber die Teilnahme an einem Aufbauseminar anzuordnen und hierfür eine Frist zur Erledigung zu setzen.

Alle Ordnungswidrigkeiten mit mehr als 35 EUR Geldbuße werden zur Zeit in Verkehrszentralregister eingetragen.
Also alles, was Punkte gibt, kommt in die Kartei nach Flensburg. Diese erste Maßnahme wird dann durchgeführt, wenn eine schwerwiegende oder zwei weniger schwerwiegende Zuwiderhandlungen begangen worden sind. Die Anordnung der Teilnahme an einem Aufbauseminar erfolgt durch die Fahrerlaubnisbehörde in Schriftform unter Angabe der Verkehrszuwiderhandlungen, die zu der Anordnung geführt haben. Die Erledigungsfrist muss angemessen sein. Bei der Anmeldung zu einem Aufbauseminar hat der Fahrerlaubnisinhaber die schriftliche Anordnung dem Leiter vorzulegen.

Was eineschwerwiegende bzw. weniger schwerwiegende Zuwiderhandlung ist, regelt § 34 FeV mit Anl. 12.

Straftaten, wie z.B. das unerlaubte Entfernen vom Unfallort, die fahrlässige Tötung, fahrlässige Körperverletzung, Nötigung, gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr,
Gefährdung des Straßenverkehrs, Trunkenheit im Verkehr, Vollrausch und unterlassener Hilfeleistung sowie auch Ordnungswidrigkeiten, denen z.B. ein Verstoß gegen Vorschriften zum Rechtsfahrgebot, der Geschwindigkeit, den Abstand, das Überholen, Vorfahrt, Abbiegen, Wenden und Rückwärtsfahren usw. zu Grunde liegt, sind als schwerwiegende Zuwiderhandlungen anzusehen.

Null Promille für zwei bis vier Jahre
Fahranfnger-238x238pxWas müssen Nachwuchsfahrer in Sachen Alkohol beachten?
Für alle Neulinge gilt unabhängig von ihrem Alter in der Probezeit die Null-Promille-Grenze, also mindestens zwei, beim Führerschein mit 18 drei Jahre.

Wie sind die Regelungen beim Führerschein mit 17?
So wie beim üblichen Führerschein. Ausnahme: Wer mit 17 den Führerschein macht, muss vier Jahre lang null Promille einhalten, weil Fahrer unter 21 grundsätzlich Alkoholverbot haben.

Und wenn man trotzdem mit einem Blutalkoholwert von 0,3 bis unter 0,5 Promille zur Zeit erwischt wird?
Dann zahlt man 250 Euro Bußgeld und kassiert zwei Punkte. Zudem verlängert sich die Probezeit auf vier Jahre – und damit auch das Alkoholverbot. Außerdem muss der Fahrer ein Aufbauseminar besuchen, und das kostet bis zu 400 Euro.

KVI ist AZAV-zertifiziert

zertifikatWas in vielen Branchen längst üblich ist, hält jetzt auch Einzug in Fahrschulen:

Die Zertifizierung durch ein unabhängiges Institut quasi als Gütesiegel.

Aktuelle Notwendigkeit: Das Arbeitsamt darf Schüler mit Bildungsgutschein nur in zertifizierte Ausbildungs- und Weiterbildungsstätten schicken.

Im Zertifizierungsprozess werden Abläufe in der Fahrschule in einem Handbuch dokumentiert. Abläufe werden dazu durchleuchtet und gegebenenfalls verändert und optimiert. Diese Transparenz hilft im Alltag und macht Leistungen besser vergleichbar. In der berufsbezogenen Fahrschulausbildung wie bei LKW- und Bus-Fahrern wird dies heute schon gefordert.

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